Warum regnet es immer dann, wenn man es nicht braucht?
Unser allseits geliebtes Wetter – besser, der allseits geliebte Wetterbericht. Tagtäglich wollen wir wissen, wie es denn in den nächsten Tagen wird. Scheint die Sonne? Wird es regnen? Wie sind die Temperaturen? Und wehe, es stimmt nicht!
Leider ist das meistens der Fall! Man verlässt sich auf den Wetterbericht und man ist verlassen. Gefühlte 90 % der Vorhersagen stimmen hinten und vorne nicht. Und dennoch hören wir jeden Tag gespannt den Wetterbericht von morgen und den nächsten Tagen. Und keine 24 Stunden später schimpfen und zetern wir wieder, weil das Wetter genau das Gegenteil von dem macht, was der nette Herr im Fernsehen erzählt hat.
Aber ist es wirklich so? Ist es tatsächlich immer dann schlecht, wenn wir es nicht brauchen können? Regnet es genau dann, wenn wir ein Grillfest geplant haben, um Menschen zu sehen, die man nur einmal im Jahr sieht – nämlich zum verregneten Grillfest. Wieso regnet es also immer gerade dann, wenn es einem so gar nicht in den Kram passt?
Die Antwort muss man in zwei Teile aufteilen:
1. Die Damen und Herren vom Wetterdienst sagen uns tagtäglich das Wetter voraus. Für morgen, für übermorgen und oft für die nächsten Tage. Die weiteren Aussichten… – das kennen wir alle. Nun ist es aber so, dass sich an den Großwetterlagen immer mal wieder was verändern kann. Zwar nicht so rapide, dass von einer Stunde auf die andere das Wetter umschlägt. Das gibt es auch, doch nicht bei uns in Deutschland. In anderen Ländern, die hier wettertechnisch ungünstiger liegen, wie beispielsweise Schottland, ist das ein wenig anders.
So, nun sagt also der Wetterbericht voraus, dass es morgen regnet. Zu 90 % tut es das dann auch, denn man kann aufgrund der Wetterkarten das Wetter für die nächsten 24 Stunden mit dieser Treffsicherheit voraussagen. Die Vorhersage für den übernächsten Tag stimmt schon nur noch zu 70 %. Und was drei Tage später passieren wird, das könnte man auch eine Münze fragen. Man sollte sich bei der Vorhersage also nur auf das verlassen, was für die nächten 24 Stunden gilt.
2. Dass es immer dann regnet, wenn man was vorhat und es so gar nicht brauchen kann, das stimmt so nicht. Sicherlich kommt es immer wieder vor, dass eben genau dann, wenn man etwas geplant hat, der Regen einsetzt und man Sprüche hört, wie “immer dann, wenn wir was planen, regnet es”. Das Augenmerk liegt auf “immer dann, wenn…”. Es ist eben nicht immer so, dass es jedesmal so ist – kapiert? Nein?
OK, wir glauben nur, dass es immer so wäre. Und das liegt daran, dass wir uns in diesem Fall negative Dinge leichter merken, als positive. Wenn von zehn Grillfeten neun bei strahlendem Sonnenschein stattfinden, aber eine dabei ist, bei der es aus Kübeln schüttet, dann wird man darüber noch jahrelang sprechen. Frei nach dem Motto “weißt Du noch, damals, die Grillfete, an der es den ganzen Tag geregnet hat? Immer dann, wenn wir was planen…”
1 Comment to “Warum regnet es immer dann, wenn man es nicht braucht?”
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By Ostsee-Freak, 18. Juni 2010 @ 18:55
Ich persönlich gebe schon lange nichts mehr auf die Wettervorhersage im Fernsehen. Gerade wenn ich den aktuellen Stand wissen will, weil z.B. abends irgendeine Open-Air-Veranstaltung o.ä. geplant ist, dann surfe ich immer zur Website vom Deutschen Wetterdienst. Dort kann man sich u.a. eventuelle Wetter-Warnungen ganz gezielt für den eigenen Standort anzeigen lassen. Und selbst da sieht man ja immer wieder, wie schnell das Ganze umschlagen kann. Also im Zweifelsfall lasse ich das Fenster vom DWD so lange offen, wie ich online bin und aktualisiere es jede halbe Stunde.